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Weiterführung des Werkes in Aue bei Schmalkalden

Nach dem Umzug mit 20 Pfleglingen in die neue Heimat wurde die Anstalt nun „Pensionat für Schwachsinnige“ genannt.

Die Anstalt wuchs und hatte treue Helfer zur Seite, sodass man mit Stolz am 27. Mai 1898 das 25jährige Jubiläum feiern konnte. Hierfür verfasste Johannes Saal ein Gedicht, was seinen Dank an Gott zum Ausdruck bringt.

Am 24. Mai 1899 übergab Johannes Saal die Anstalt seinem in Darmstadt wohnenden langjährigen Freund und Berater Dr. Emil Dönges. Er übernahm das Werk unter der Bedingung, dass er dieses zu jeder Zeit in einen Verein oder in eine Stiftung umwandeln dürfte und wurde nun der nominelle Besitzer. Die verantwortliche Leitung blieb weiter in den Händen des Gründers.

 

 

Gedicht zum 25jährigen Jubiläum – Nach Original v. 1898


Eine Darlegung über die Entwicklung des Werkes verfasste Johannes Saal im Jahr 1903. Darin heißt es: „…Die Anstalt hat den Zweck, schwach- und blödsinnigen Kindern und Erwachsenen eine Heimstätte zu bieten und denselben Pflege, Erziehung und Unterricht zu gewähren. Die Zahl der Pfleglinge beträgt zur Zeit 90, nämlich 43 männliche und 47 weibliche; das Pflegepersonal 11; in Verwaltung und Schulunterricht sind 3 beschäftigt … Das Pensionsgeld beträgt für Pfleglinge, die aus öffentlichen Mitteln unterhalten wurden, 235 Mark, für solche, die auf eigene Kosten hier sind, 300 Mark pro Jahr und darüber, ganz dem Zustand und den Anforderungen entsprechend.

Am 27ten des Monats besteht die Anstalt von ihrer Gründung an 30 Jahre. Wenn der Unterzeichnete auf diesen Zeitraum zurückblickt, so findet er Veranlassung, Gott zu danken, der sie drei Jahrzehnte hindurch so sichtlich beschirmt und gesegnet hat. Seinem Schutz und Schirm, und dem geneigten Wohlwollen der hohen Königlichen Regierung sei sie auch unter der künftigen Leitung befohlen.“

Ein Jahr später, am 27. Mai 1904, genau 31 Jahre nach der Gründung, starb Johannes Saal. Der selbst kinderlos gebliebene Gründer hatte sein Liebes- und zugleich Lebenswerk mit der Aufnahme von hilflosen und kranken Kindern in seiner kleinen Wohnung im „Rettungshaus zum Fischhaus“ begonnen. Mit Gottes Hilfe konnte das Werk von Jahr zu Jahr wachsen.

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